Opernball-Debütanten: Promi-Kinder leiden unter Nähe zu gemeinem Volk
Mehr als 300 Debütanten proben derzeit ihren großen Auftritt beim Opernball, der am kommenden Donnerstag in der Wiener Staatsoper stattfinden wird. Trotz des großen Andrangs aus dem gemeinen Volk auf einen der raren Eröffnungsplätze kann immer noch auf eine beeindruckende Liste von würdigen Debütanten verwiesen werden. Unter ihnen befinden sich glücklicherweise viele Prominentenkinder wie Johanna Arco, Alice Hohenlohe, Marie Violette Schimetschek oder Maximilian Haim-Swarovski.Dafür sorgt nicht zuletzt Opernball-Lady Desiree Treichl-Stürgkh, die nach Prüfung der Namensliste die Reihung der Paare bekanntgab. „Wir haben selbstverständlich großen Wert auf die adelige Abstammung und das Bankkonto der Debütanten Wert gelegt, die in den ersten Reihen eröffnen werden", kommentierte die adelige Opernball-Lady. „Armut macht schiach und Berufe wie Schuster, Dienstmagd oder Rossknecht, oder was auch immer die niedrigen Stände für Berufe haben, sieht man den Leuten sofort an. Die haben wir in die letzten Reihen bugsiert."
Sie sei von den Eltern der Promi-Kinder geradezu bekniet worden, darauf zu achten, dass ihre edel erzogenen Sprösslinge nicht zu nahe am gemeinen Volk eröffnen müssen. "Dafür haben wir gesorgt, indem wir ein paar Exoten aus Ravensburg und Kuala Lumpur reingemischt haben. Die werden als Puffer zwischen Adel und Dodel dienen", führte Treichl-Stürgkh sichtlich zufrieden aus.
Die beiden Tanzmeister Werner Dietrich und Michael Horn wurden gebeten, die Eröffnungsfiguren so anzulegen, dass es zwischen den Ständen zu keiner Vermischung komme. Eine besorgte Mutter dazu: "Wer weiß, was die so für Krankheiten haben? AIDS, Armut oder Kommunismus. Nicht auszudenken, was da passieren könnte. Es reicht, dass wir schon genug Depperln und Bluter unter uns haben."
Dietrich und Horn mussten auch auf die Unterschiede in den Tanzkünsten der Debütanten Rücksicht nehmen. „Zwar lernen die Promi-Hascherln schon relativ Früh, sich nobel zu bewegen. Aber das beschränkt sich dann meistens auf das Schwingen der Peitsche, das Halten von Champagnergläsern oder das Absteigen vom Pferd nach dem Ausritt. Deshalb haben wir für die ersten Reihen nur ein paar Links-Rechts-Gehfiguren einstudiert, damit sie nicht über ihre eigenen Füße stolpern."
In einer anderen Meldung wurde von den Proben des diesjährigen Opernballgastes des Wiener Baumeisters und Frauencharmeurs Richard Lugner berichtet. Der an sich schöne Mensch Lugner, der nicht erst seit der Scheidung von seiner Frau Christina seine Fachkenntnis zum Aussehen von Frauen zum Besten gibt, meinte über seinen diesjährigen Gast Lady Gaga: "Wahnsinn, was die mit ihren BHs macht. Auf einer Show haben die sogar Feuer gespeit. Und die Schuhe! Die Absätze sind höher als meiner lang ist." Der Fremdsprachenexperte Lugner fügte noch hinzu: "Gaga heißt übrigens: ein bisserl deppert in der Marille sein."
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“Es ist schwer, jemand aus dem Konzept zu bringen, wenn er gar keins hat.”
Harald Kriegler
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