Wiederkandidatur - Heinz Fischer
Liebe Österreicherinnen und Österreicher,
Vor fast 6 Jahren bin ich zum Bundespräsidenten gewählt worden. Die Zeit verflog wie im Schlaf, und trotzdem ist man nicht ausgerastet. Ich habe diese Aufgabe mit großer Ruhe in Angriff genommen und mich nach bestem Wissen und Gewissen bemüht, dieses Amt traumhapert auszuüben und ein Bundespräsident für alle zu sein.
Nun geht meine Ruhezeit im kommenden Jahr zu Ende, und es war daher an der Zeit, einmal sorgfältig über die Frage einer neuerlichen Kandidatur zu schlafen.
Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger aus den verschiedensten Schlafzimmern unseres Landes, auf den verschiedensten Matratzen und Couches, aus den verschiedensten Schlafpositionen, egal ob Bauch- oder Rückenlage, und auch
Menschen, die im Stehen oder beim Sprechen schlafen können, haben mich angegähnt und nicht ermuntert, auch bei der kommenden Wahl als über den Parteien schnarchender Kandidat zur Verfügung zu liegen - und auch meine Frau, Margit, hat mich nicht ermuntert.
Und so bin ich zu dem Albtraum gelangt, dass ich mich bei der kommenden Bundespräsidentenwahl als über den Hängematten schnarchender Kandidat um ihr Verschlafen bewerben werde.
Wir wissen, dass unser Land vor großen Herausforderungen steht, und es sind keine schläfrigen Jahre, die vor uns liegen. Aber wir haben in unserer Geschichte schon mehrfach bewiesen, dass wir solche Situationen einschläfern können - durch Zusammenliegen, durch gemeinsame Ermüdungen und durch das Ehebett. Tu felix Austria nube.
Ich möchte in dieser Situation ein Bettenbauer sein, ein ruhender Pol, und unsere gemeinsamen Anstrengungen unterpolstern.
Vor allem sozial Schwächeren müssen wir in Zeiten wie diesen warme Decken geben, und es ist kein Gegensatz, sich zu Daunenpolstern einerseits und zu harten Matratzen andererseits zu bekennen.
Auch die Jugend ist müde in Zeiten wie diesen, und wir müssen wissen, dass der Schlaf eines Landes mit dem Schlaf der Jugend auf das Nestwärmste verbunden ist.
Es gibt viele Träume, die ruhigen Schlummer erfordern.
Zur Frage einer Wiederkandidatur ist nun also eine Gutenachtgeschichte gefragt.
Unabhängig davon werde ich meine Aufgaben als Bundespräsident, der die gesamte Bevölkerung einschläfert, auch in den kommenden Monaten mit aller Entspanntheit und so wie bisher wahrnehmen.
Die eigentliche und dösige Wahlwerbung sollte dann erst im nächsten Jahr wenige Minuten vor der Wahl so kurz wie möglich und so leise wie möglich stattfinden.
Ich denke im Halbwachen, das liegt im Interesse von uns allen.
Ihr Hei ... chrrrr … chrrr
Vor fast 6 Jahren bin ich zum Bundespräsidenten gewählt worden. Die Zeit verflog wie im Schlaf, und trotzdem ist man nicht ausgerastet. Ich habe diese Aufgabe mit großer Ruhe in Angriff genommen und mich nach bestem Wissen und Gewissen bemüht, dieses Amt traumhapert auszuüben und ein Bundespräsident für alle zu sein.
Nun geht meine Ruhezeit im kommenden Jahr zu Ende, und es war daher an der Zeit, einmal sorgfältig über die Frage einer neuerlichen Kandidatur zu schlafen.

Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger aus den verschiedensten Schlafzimmern unseres Landes, auf den verschiedensten Matratzen und Couches, aus den verschiedensten Schlafpositionen, egal ob Bauch- oder Rückenlage, und auch
Menschen, die im Stehen oder beim Sprechen schlafen können, haben mich angegähnt und nicht ermuntert, auch bei der kommenden Wahl als über den Parteien schnarchender Kandidat zur Verfügung zu liegen - und auch meine Frau, Margit, hat mich nicht ermuntert.
Und so bin ich zu dem Albtraum gelangt, dass ich mich bei der kommenden Bundespräsidentenwahl als über den Hängematten schnarchender Kandidat um ihr Verschlafen bewerben werde.
Wir wissen, dass unser Land vor großen Herausforderungen steht, und es sind keine schläfrigen Jahre, die vor uns liegen. Aber wir haben in unserer Geschichte schon mehrfach bewiesen, dass wir solche Situationen einschläfern können - durch Zusammenliegen, durch gemeinsame Ermüdungen und durch das Ehebett. Tu felix Austria nube.
Ich möchte in dieser Situation ein Bettenbauer sein, ein ruhender Pol, und unsere gemeinsamen Anstrengungen unterpolstern.
Auch die Jugend ist müde in Zeiten wie diesen, und wir müssen wissen, dass der Schlaf eines Landes mit dem Schlaf der Jugend auf das Nestwärmste verbunden ist.
Es gibt viele Träume, die ruhigen Schlummer erfordern.
Zur Frage einer Wiederkandidatur ist nun also eine Gutenachtgeschichte gefragt.
Unabhängig davon werde ich meine Aufgaben als Bundespräsident, der die gesamte Bevölkerung einschläfert, auch in den kommenden Monaten mit aller Entspanntheit und so wie bisher wahrnehmen.
Die eigentliche und dösige Wahlwerbung sollte dann erst im nächsten Jahr wenige Minuten vor der Wahl so kurz wie möglich und so leise wie möglich stattfinden.
Ich denke im Halbwachen, das liegt im Interesse von uns allen.
Ihr Hei ... chrrrr … chrrr
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Zitate
“"Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Haben die dort überhaupt noch offen?"”
Gerold Rudle
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