Kurze illustrierte Geschichte Oberösterreichs
Ca. 130.000: die ersten Mostviertler besiedeln das Gebiet. Sie bezeichnen sich selbst als Neanderthaler -> siehe auch Linzer.Ca. 3.600 v. Chr.: Industrieller Abfall aus dem Bergbau wird auch in mehr als 5.000 Jahren ein bedeutendes ökologisches Problem darstellen. So müssen immer wieder kostspielige Bauunterbrechungen an Infrastrukturprojekten gemacht werden, um Archäologen die vorsichtige Entsorgung von bronzehaltigen Abfällen in speziellen Entsorgungsanlagen – auch als Landesmuseen bekannt – zu ermöglichen.
800–400 v. Chr.: Eine unglaublich brutale Epoche bricht an. Nicht nur werden gewaltige ökologische Vergewaltigungen an Bergen durch den schonungslosen Salzbergbau begangen, sondern auch Menschen als Nahrungsreserve in Salz eingepökelt. Regelmäßige Funde von bronzezeitlichen Bergbauarbeitern in frühzeitlichen Speisekammern (auch als „Stollen“ bekannt) zeichnen ein barbarisches Bild der lokalen Bevölkerung.
15 v. Chr.: Das keltische Staatsgebilde mit dem Namen Noricum wird an das römische Reich angeschlossen. Lauriacum soll zur Perle des Reiches werden.
304 n. Chr.: Ein Beamter namens Florian zieht wegen religiöser Ereiferung den Unmut seiner Vorgesetzten auf sich. Er ersäuft beim Baden in der Enns, weil er sich irrtümlich statt Schwimmflügerln einen Mühlstein um den Hals gelegt hat. Noch heute himmeln ihn die Oberösterreicher deswegen an.

1525: In Bauernaufständen wehren sich die Unterdrückten zum ersten Mal gegen Raiffeisen und die Steuerlast zur Finanzierung des übertriebenen Lebensstils der feinen Gesellschaft, wie beispielsweise der Baufinanzierung einer „Vergnügungsstätte zur erquicklichen Producktion von Musick und Gesang dero zur Stadt Lintz“.
1620: Wegen eines Budgetlochs springt eine bayrische Landesbank als Kreditgeber ein und hebt Wucherzinsen ein. Nebenbei nennt der Aufsichtsrat der Bank – Herzog Maximilian I. – in öffentlichen Interviews die oberösterreichischen Schuldigen an dem Budgetloch und beginnt unter dem Zukunftskonzept „Gegenreformation“ mit drastischen Sparmaßnahmen.
1626: Unter der Leitung eines Irren, der glaubt, unverwundbar zu sein, beginnen erneute oberösterreichische Bauernkriege. Als wider Erwarten doch gegnerische Kugeln Stefan „Superheld“ Fadingers Körper durchfetzen und nicht mit lautem „Ping“ davon abprallen, wundern sich die Aufständischen, was denn da so in den im Lager verabreichten Most reingepanscht worden sein mag.
1734–1737: Eine erste Vorhut unter dem Codenamen „Landler“ besetzt Stützpunkte in Siebenbürgen. Man kommt auf dem Geschmack mit Großreichen.
1814–1854: Oberösterreich verleibt sich das Land Salzburg ein.
20. April 1889: Es gibt kein Braunau, wo soll dieses Braunau sein, es hat nie ein Braunau gegeben!
1907: Oberösterreich schickt einen Landsmann aus, um das Reich nach Osten und Westen zu vergrößern.
1938: Mit der Gründung der „Hermann Göring Werke“ und der „Stickstoffwerke Ostmark“ beginnt in Linz die gewaltige ökologische Vergewaltigung der Luftqualität.
1938–1945: Ganz Oberösterreich konzentriert sich in Gedanken auf andere Dinge als auf Mauthausen.
April 1945: Ein oberösterreichischer Landsmann verstirbt bei einem heimtückischen Anschlag durch Selbstmord in einer nördlichen Metropole. Niemand in Oberösterreich will den Landsmann gekannt haben.1966: In Linz wird die Johannes Kepler Universität eröffnet. Die örtliche Lokalszene erlebt einen raketenhaften Aufstieg, die Nachfrage an hochprozentigen Getränken überrascht selbst trinkfeste Oberösterreicher.
1974: Mit dem Beginn des Brucknerfestes und der Klangwolke Linz beginnt die alljährliche gewaltige ökologische Vergewaltigung durch Lärm.
1976: Wieder schickt Oberösterreich einen Landsmann aus, diesmal um das Reich nach Süden zu vergrößern.
1986: Das Landesstudio Oberösterreich initiiert die Tradition des „ORF Friedenslichts“, das in der Vorweihnachtszeit in Bethlehem entzündet und von einem jungen Oberösterreicher per Flugzeug nach Linz gebracht wird. 2009 muss der Brauch eingestellt werden, da das Friedenslichtkind mit der offenen Flamme im Flugzeug als Terrorist verhaftet und für „weitere Befragungen“ nach Guantanamo verbracht wird.
1990: Im modernen oberösterreichischen Bauernkrieg wehren sich die Aufständischen erfolgreich gegen die schleichende Musikreformation durch ein geplantes Linzer Musiktheater.
1995: Mit der Ernennung von Josef Pühringer zum Landeshauptmann wird der ORF OÖ gleichgeschaltet und das 19:00-Regionalfenster verpflichtet, jeden Tag mindestens einen Beitrag mit, über und wegen Raiffeisen-Landesbank-Chef Ludwig Scharinger zu produzieren, weichzuzeichnen und auszustrahlen. Szenen, in denen Pühringer Scharingers Füße küsst, sollen dabei weitestgehend vermieden werden, auch wenn dies 90 % des Materials unbrauchbar macht.
Oktober 2008: Ein oberösterreichischer Landsmann verstirbt bei einem heimtückischen Anschlag durch Rasen im Suff in einer südlichen Metropole. Niemand in Oberösterreich will den Landsmann gekannt haben.
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Robert Musil
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